Oh, Oh, Ohrabdruck... Eine der tollen und wichtigen Hörakustiker-Leistungen

Ohrabdruck? Hab ich richtig gehört? Was ist denn das? Wozu benötigt man das? Was hat das mit Hörgeräten zu tun?

Na, dieser Ohrabdruck ist eine der zentralen Handlungen bzw. Leistungen, die ein Hörakustiker im Zusammenspiel mit seinem Kunden ausführen muss bzw. sollte. Den Ohrabdruck nimmt man, weil daraus z.B. das Gehäuse eines kleinen und unfassbar leistungsfähigen Im-Ohr-Hörgerätes hergestellt wird, in das die passende Technologie gebaut wird. Der persönliche Ohrabdruck ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck (manche sagen, sogar noch ein Stückchen sicherer), so dass dieses Im-Ohr-Hörgerät unveränderbar nur einem Menschen haargenau (oder sollte ich sagen: ohrgenau?) passt. Ein Im-Ohr-Hörgerät kann demzufolge immer nur ein individuelles Unikat sein. Schwer vorstellbar, ist aber so.




In den Filmen sieht man einen kurzen Ablauf von Abdrucknahme bis zum Ergebnis, aus der dann die Negativform hergestellt wird.

Aus dem Ohrabdruck kann allerdings auch ein perfekt passender Gehörschutz hergestellt werden. Auch dieser passt dann schutzoptimal nur einem einzigen Menschen. Und wenn ich mich für einen Im-Ohr-Musik-Kopfhörer interessiere, ist der Ohrabdruck für die Herstellung die erste Voraussetzung.

 

In der Regel sollte auch bei Hinter-dem-Ohr Hörgeräten ein solcher Abdruck genommen werden. Denn hierbei wird die sogenannte Otoplastik benötigt, die wiederum einzigartig aus dem genommenen Abdruck produziert wird. Manche Hörakustiker machen dies in der eigenen Fachwerkstatt, manch andere lassen diese Otoplastiken, die für einen perfekten Halt und einen optimalen Klang des Hörproduktes sorgen, in externen Laboren fertigen.

Für einen guten Hörakustiker ist die Abdrucknahme daher eine wesentliche und möglichst optimal zu vollziehende Leistung, damit am Ende einer Hörversorgung tatsächlich alles passt. Haargenau. Ohrgenau.

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